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22.01.2014 16:57 Alter: 252 days
Kategorie: Nachrichten

Erste-Hilfe-Umfrage: Jeder Zweite zögert

Viele Autofahrer zögern am Unfallort, Erste Hilfe zu leisten. Der Hauptgrund: Sie befürchten, etwas falsch zu machen. Das ergab eine bundesweite Umfrage der Prüforganisation Dekra.


Die Dekra-Umfrage zeigt: Auch wenn viele Autofahrer bei Erster Hilfe zögern - die meisten sind bereit, am Unfallort zu helfen. (Bild: CC)

Die Unsicherheit der Autofahrer bei Unfällen ist groß: Bei einer aktuellen Befragung der Dekra von insgesamt 1.350 Autofahrern gab fast jeder Zweite an, bei Erster Hilfe zu zögern. 45 Prozent der Befragten haben Angst, etwas falsch zu machen. Der zweithäufigste Hinderungsgrund ist ein lang zurückliegender Erste-Hilfe-Kurs – bei jedem sechsten Befragten sind seit der Erste-Hilfe-Schulung schon zwanzig Jahre verstrichen. Aber auch die Furcht vor ansteckenden Krankheiten wie HIV oder Hepatitis ist ein Thema. Zögern hin, zögern her: Die große Mehrheit der Befragten – nämlich 86 Prozent – würde bei einem Unfall trotzdem helfen und traut sich eine Grundversorgung zu, zum Beispiel eine Person in die stabile Seitenlage zu bringen oder einen Verband anzulegen. Zwei Drittel der Befragten fühlen sich sogar im Stande, Wiederbelebungsmaßnahmen wie Herzdruckmassage oder Beatmung durchführen.

Das Ergebnis der Umfrage zeigt einen weiteren Lichtblick: Im Vergleich zu vergangenen Studien und Tests ist die Hilfsbereitschaft gestiegen.

Bild: CC